Die guten Vorsätze und wie sich fast niemand langfristig daran hält

Jeder von Euch kennt es. „Na, was sind deine guten Vorsätze fürs neue Jahr?“ Naja.. Äh, keine?
Wieso sollte sich ausgerechnet im Januar alles ändern, nur weil ein neues Jahr beginnt?
Wenn man etwas ändern möchte, kann man das doch auch im Juni oder Oktober. Oder?
Gestern im Fitnessstudio hat man echt gemerkt, dass plötzlich alle die Standardvorsätze „Ich werde mehr Sport machen“, „Ich melde mich im Fitnessstudio an“ etc. in die Tat umsetzen wollen. Normalerweise sind eine Freundin und ich alleine im Kursraum, maximal sind noch 1-2 Andere da. Gestern hatte man kaum mehr Platz, da auf ein Mal rund 15 Leute im Kurs waren.
Während dem ersten Kurs ging die Tür auf und eine Frau meinte zu der Gruppe hinter mir, sie müsse sich erst noch anmelden hier im Studio.
Im Februar fangen dann die Ersten mit Ausreden an- es regnet, die Sonne scheint, es ist zu warm, es ist zu kalt, Montag ist ganz schlecht, aber Dienstag kann ich auch nicht und am Donnerstag gehen wir essen und Freitag sind wir bei Freunden eingeladen. Dann sind wir wahrscheinlich noch zu sechst im Kurs. Im März kommen mehr Ausreden dazu und wir sind vielleicht noch zu viert und ab April sind wir dann wieder für uns, maximal mit 1-2 Anderen.
Ich habe mich mit einer Freundin schon vor einigen Monaten angemeldet, da sie verletzt war und ihre Hauptsportart vorerst nicht ausüben konnte. So ganz ohne geht aber auch nicht. Ich bin mir sicher, wenn ich nicht jede Woche mein Tanztraining hätte, wäre ich auch früher schon ins Fitnessstudio gegangen.
Zu meiner Zeit in Karlsruhe habe ich mich auch irgendwann im Fitnessstudio angemeldet, bin dann ein paar Wochen hingegangen und habe ab da eigentlich nur noch finanziell unterstützt als genutzt.
Diesmal bin ich nicht alleine im Fitness, deshalb bin ich schon von vorne rein motivierter und habe irgendwie auch nicht immer die Chance, dass die Ausreden zum Einsatz kommen. Und ich muss sagen, man fühlt sich doch super, wenn man den ganzen Frust und die angestaute Energie endlich losgeworden ist, man geschwitzt hat und so wie ich nicht mehr richtig laufen kann. Heute habe ich Muskelkater, laufe wie eine Omi mit Rollator und alles tut weh. Aber hey! Ich habe was für mich getan! Und werde das auch weiterhin tun. Doch darum soll es hier ja eigentlich gar nicht gehen.

Warum eigentlich immer diese Standardvorsätze?

• Gesünder ernähren
• mehr Sport treiben
• abnehmen und endlich wieder in diese eine Jeans passen
• endlich weniger Rauchen oder sogar ganz damit aufhören
• weniger Alkohol und bewusster Leben
• das Geld zusammenhalten und sparsamer leben

Gute Vorsätze- warum? Klar, es ist motivierend: ein neues Jahr, ein neuer Start, ein neues Ich?
Doch warum sollte durch eine neue Zahl am Ende der Jahreszahl auf ein Mal alles anders werden? Ist doch genauso wie wenn ich sage: „Im Februar, da ist ein neuer Monat, da fange ich an!“
Allerdings sind es im Januar ganz besonders viele Leute, die sich ändern oder an sich arbeiten wollen. Das ist ja auch gut. Aber dafür braucht man keinen Vorgeschrieben Tag, keinen Jahreswechsel oder ein bestimmtes Datum. Dafür braucht man einfach nur Disziplin und die Kraft, es durchzuhalten, auch wenn andere das nicht tun.

Schön wäre doch auch:

• das Leben jeden Tag genießen, egal ob neues Jahr oder nicht
• die kleinen Dinge schätzen
• aus allem das Beste machen
• Positiv durch die Welt gehen
• Regelmäßiger zum Zahnarzt gehen
• jeden Tag etwas tun, wovor man sich fürchtet oder wozu man keine Lust hat
• Dinge durchziehen, auch wenn es ungemütlich ist
• endlich aus der Komfortzone kommen
• mehr Komplimente verteilen und wieder lernen welche anzunehmen
• es sich gut gehen lassen- denn glücklich sein ist unbezahlbar
• MACHEN WORAUF MAN LUST HAT und dafür braucht man keine guten Vorsätze !

Egal ob Januar oder April, September oder Mai oder irgendwann mittendrin.
Das Jahr geht so schnell um, man weiß nie, was morgen kommt. Und Gesundheit ist das wertvollste was man besitzen kann.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, achtsamer mit mir selbst umzugehen. Eine positivere Ausstrahlung zu haben und Menschen freundlich und offen entgegen zu kommen.
2018 soll ein schönes Jahr mit mehr positiven als negativen Momenten sein- und wer mit einem Lächeln im Gesicht durch den Tag geht, der hat schon mal viele positive Augenblicke. Es wird nicht jeder Tag so laufen, wie ich mir das vorstelle. 2018 wird hart werden und für meine Ziele werde ich mich anstrengen und zusammenreißen müssen.

Ich will meinen Bachelor abschließen.
Wir haben eine Gala im Juli, die wir in weniger als 7 Monaten auf die Beine stellen müssen, mit viel Organisatorischen Dingen und noch mehr Choreographien.
Ich möchte endlich wieder in den Urlaub und ans Meer.
Ich brauche ein Praktikum.
Und muss mich entscheiden, ob ich diesen Weg weitergehe, oder einfach mal abbiege.

Der Weg zu all meinen Zielen ist anstrengend und mit viel Arbeit verbunden. Doch ich glaube daran, dass ich das schaffen kann. Und ihr könnt das auch!

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3 Kommentare zu „Die guten Vorsätze und wie sich fast niemand langfristig daran hält

  1. Wirklich toller Post Kim und ich stimme dir vollkommen zu! Ich sag immer : Jeder Tag ist ein neues Geschenk und jeder Tag hat auch sein Licht und sein Schatten… wichtig ist, die kleinen Glücksmomente wahrzunehmen die uns geschenkt werden und jeden Tag an unseren Träumen zu arbeiten , an Rückschlägen zu wachsen und jede einzelne Sekunde dankbar zu sein für das was wir haben ❤

    Alles Liebe
    Laura

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    1. Ich danke Dir Laura 🙂
      Du hast vollkommen Recht! Hab einen schönen Tag und danke für deinen lieben Kommentar !♥

      Gefällt 1 Person

      1. Sehr gerne liebes ❤

        Gefällt 1 Person

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